Mehr vom Kuchen – Warum Klosterneuburgerinnen das Frauenvolksbegehren unterschreiben / PODCAST Klosterneuburg Radio

Frauen in Klosterneuburg rufen dazu auf, das Frauenvolksbegehren zu unterschreiben. Marion Breiter ist Sozialwissenschaftlerin, Isabella Farkasch ist Künstlerin, Unternehmerin und war alleinerziehend – beide wohnen in Kritzendorf. Im Gespräch mit Teresa Arrieta erörtern sie, was Klosterneuburger Frauen alles brauchen. Klosterneuburger Familien, hiervon vor allem Ein-Eltern Familien, benötigen längere Kindergartenöffnungszeiten und weniger Schließtage zu Ferienzeiten sowie kostengünstige Partizipationsmöglichkeiten für Kultur und Sport. Zwar gibt es einige Vergünstigungen im Kulturbereich, doch die Infos darüber sind schwer zu finden. Sportkurse für Kinder sind für geringverdienende Familien oft zu teuer, ebenso für die Frauen selbst. Derzeit wurden auch die Gelder für Familienberatungsstellen gekürzt, obwohl hier gerade Frauen gestärkt werden, im Rahmen von Scheidungsberatung, Wiedereinstiegsberatung, Jobcoaching, Erziehungsberatung und Kinderberatung.

Forderungen des Frauenvolksbegehrens

Macht teilen. Das ist gerecht! Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Frauen*. Trotzdem nehmen sie an Entscheidungstischen in Wirtschaft und Politik nicht die Hälfte der Plätze ein. Daher fordern wir:

  • Die Hälfte aller Plätze für Wahllisten und in Vertretungskörpern auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene für Frauen* und Männer*
  • Die Hälfte aller Plätze in politischen Interessensvertretungen und der Sozialpartnerschaft sowie in diversen öffentlichen Beiräten, Gremien, Kommissionen etc. für Frauen* und Männer*
  • Die Hälfte aller Plätze in Leitungs- und Kontrollgremien von Kapitalgesellschaften und Genossenschaften für Frauen* und Männer*
  • Wirksame Sanktionen, wenn die Quoten nicht erfüllt werden

Geld teilen. Das ist gerecht! Österreich hat einen der höchsten Einkommensunterschiede der EU. Frauen* mit und ohne Lehrabschluss, als auch Akademikerinnen*, sind davon betroffen. Daher fordern wir:

  • Volle Lohntransparenz durch eine detaillierte Aufgliederung aller betrieblichen Einkommensberichte in sämtliche Gehaltsbestandteile
  • Ergreifen konkreter Maßnahmen zum Abbau von Einkommensunterschieden bei gleichwertiger Arbeit aller Unternehmen, deren Einkommensberichte geschlechterdiskriminierende Unterschiede zeigen
  • Sozialpolitische und wirtschaftliche Maßnahmen, die eklatante Lohnunterschiede zwischen verschiedenen Arbeitsmarktsegmenten, Branchen und betrieblichen Hierarchien eindämmen und zu ausgewogenen Geschlechterverhältnissen in allen Branchen und auf allen Ebenen führen
  • Zusätzliche und weiterführende Pilotprojekte mit Vorbildwirkung im öffentlichen Dienst im Bereich der objektiven Bewertung von Arbeit
  • Die Koppelung von öffentlicher Auftragsvergabe und Förderungen an Aktivitäten zur Gleichstellung im Betrieb

Weiterlesen zu den weiteren Forderungen des Frauenvolksbegehrens…

 

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